das_team.jpggeraetetraining.jpguebungen.jpgweitere_uebungen.jpg

IPN / PWC-Test

Nach Verletzungen und Operationen, die für den Patienten häufig mit allgemeiner körperlicher Schonung und eingeschränkter Belastung verbunden sind, aber auch bei Patienten mit chronischen Schmerzzuständen (z.B. Rückenschmerzen), ist die kardiovaskuläre Leistungsfähigkeit häufig stark herabgesetzt. Die Patienten sind als Folge der verminderten Grundlagen-Ausdauerleistungsfähigkeit allgemein schneller ermüdet und benötigen längere Regenerationsphasen.

IPN / PWC-Test

IPN Test - bestimmen Sie ihr Fitnesslevel und die ideale Trainings-Pulsfrequenz

Zur Bestimmung der kardiovaskulären Leistungsfähigkeit führen wir bei OrthoTrain den an der Deutschen Sporthochschule Köln entwickelten IPN Test (IPN=Institut für Prävention und Nachsorge, Köln) durch.

Auf dem Fahrradergometer absolvieren die Patienten einen pulsgesteuerten Stufen-Belastungstest, bei dem die Belastung schrittweise alle 2-3 Minuten gesteigert wird. Aus den Faktoren Alter und Geschlecht, körperliche Aktivität und Ruhepuls wird für jeden Patienten eine individuelle Zielpulsfrequenz ermittelt. Wird diese Zielpulsfrequenz erreicht, wird der Test gestoppt und die Ergebnisse analysiert.

Der IPN Test ist ein submaximales Testverfahren, das den Patienten nicht maximal belastet. Dies ist insbesondere im Rahmen des Rehabilitationstrainings wichtig, da die Patienten häufig noch nicht uneingeschränkt belastet werden können.

Die Ergebnisse bewerten die Kardio-Leistungsfähigkeit in 5 Fitnessstufen von „deutlich unter Durchschnitt“ (Stufe 1) bis hin zu „deutlich über Durchschnitt“ (Stufe 5). Die Resultate können dann direkt in ein KardioTraining übergeleitet werden: Der IPN Test berechnet die idealen Trainingspulsfrequenzen, um die Intensität beim Training im richtigen Bereich zu halten - nach dem Test erhalten die Probanden ihre individuellen Pulswerte, die für das Ausdauertraining optimal sind.

PWC Test

Mit dem PWC -Test (P hysical W orking C apacity) wird die körperliche Leistungsfähigkeit, besonders des Herz-Kreislauf-Systems, bewertet. Dafür beobachtet man in einem klar definierten Belastungstest die Veränderung der physiologischen Werte (Puls, Blutdruck) und misst die Leistung, bei der ein Vorgabewert überschritten wird. Relativiert man die Leistung [in Watt] auf das Körpergewicht [in kg], erhält man PWC-Wert für die Leistungsbewertung:

PWC-Wert [Watt / kg] = (Leistung in Watt) / (Körpergewicht in kg)


Der PWC-Wert liefert nur eine Schätzung für die Leistungsfähigkeit und erreicht nicht die Genauigkeit von aufwendigen Messverfahren aus dem Leistungs- und Hochleistungssport. Für die Anforderungen im Fitnessbereich hat sich aber die Fahrradergometrie im Sitzen (Ergometrie), etabliert, weil sie mit geringem Aufwand und universeller Einsetzbarkeit bereits zu aussagekräftigen Ergebnissen kommt. Dabei sind die Belastungsschemata nach WHO oder BAL weit verbreitet.

Die Trittfrequenz sollte zwischen 60 und 80 Umdrehungen in der Minute liegen.

Ein niedriger PWC-Wert sollte motivieren, durch ein Aufbautraining die allgemeine körperliche Leistungsfähigkeit zu erhöhen. Dafür ist unbedingt eine fachmännische Beratung für individuell abgestimmte Trainingsempfehlungen notwendig. Nach etwa 8 bis 10 Wochen ist der Test zu wiederholen, um den Trainingseffekt zu kontrollieren.

Grundsätzlich lässt sich ein fahrradergometrische Test bis zur maximalen oder submaximalen Erschöpfung durchführen. Zur Vermeidung derart extremer körperlicher Belastungen haben sich 3 Varianten des PWC-Tests bewährt: Die Steigerung der Belastung wird abgebrochen, wenn in einer Belastungsstufe eine der folgende Zielpulsfrequenzen (Testart) überschritten wird:

  • 130 Schläge/min (PWC 130), angewandt für Personen über 50 Jahre oder vermutlich leistungsschwache Personen,
  • 150 Schläge/min (PWC 150), angewandt bei normal, relativ untrainierten Menschen zwischen 30 und 50 Jahren,
  • 170 Schläge/min (PWC 170), geeignete für Personen unter 30 Jahren oder leistungsstarke, trainierte Personen.

Gewertet wird die Pulsfrequenz am Ende der letzten Belastungsstufe. Die Einschätzung der Leistungsfähigkeit ist geschlechtsspezifisch.